Engelhardts Design

Im Faaborg Museum ist jedes einzelne Detail überlegt. Carl Petersen entwarf zum Beispiel selbst die Schrift mit dem Namen des Museums. Dabei war er sich der besonderen Herausforderungen bewusst, die das Entwerfen von Schildern und Schrift beinhaltet. Im Mai 1915 engagierte er daher den Architekten und Grafiker Knud V. Engelhardt, um die visuelle Identität des Museums zu entwickeln – das Logo, den Handkatalog und die Werksnummern.

Form und Funktion

Carl Petersen und Knud V. Engelhardt wollten beide mit dem früheren, verzierten Zugang zu Design und Architektur brechen, bei dem die gleichen Formelemente über Material und Herstellungstechniken hinweg verwendet wurden. Sie dachten Form, Funktion und Herstellung zusammen, und ließen beispielsweise die natürlichen Farben des gewählten Materials Einfluss auf das Design nehmen. Engelhardt arbeitete sowohl mit industriellem Design als auch mit Besteck, Kachelöfen und vielen mehr und entwarf Grafikdesign für Schilder, Logos und bomærker. Am bekanntesten ist er für sein Gesamtdesign der Bahnlinien von Kopenhagen von 1910, das Logo für Georg Jensen Damask und für die heute ikonischen Wegschilder in Gentofte, bei denen seine Herzunterschrift, die auch im Logo des Museums zu finden ist, die Punkte auf dem i bildet.

Faaborg Museums bomærke på Katalogforside til Knud V. Engelhardts 1.udgave af museets håndkatalog, 1916.
Faaborg Museums bomærke på Katalogforside til Knud V. Engelhardts 1.udgave af museets håndkatalog, 1916.
Knud V. Engelhardt, Faaborg Museums bomærke, tuschtegning, 1916. Designmuseum Danmark, København.
Knud V. Engelhardt, Faaborg Museums bomærke, tuschtegning, 1916. Designmuseum Danmark, København.

Das Logo des Museums

Engelhardts entscheidender Beitrag zum Museum ist das Logo, das von einer mittelalterlichen Version des Stadtwappens Faaborgs ausgeht. Dadurch gelang es ihm, einen wichtigen Punkt für das Museum zu betonen: Es ist ein Kunstmuseum, dessen Sammlung und Architektur sich in die Stadt einfügt, für die es geschaffen wurde. Im Gegensatz zu anderen Sammlermuseen aus dieser Zeit wie etwa Ordrupgaard (Museum in Charlottenlund mit Schwerpunkt auf französischem Impressionismus und Werken aus der „dänischen Blütezeit“) oder der Hirschsprung’schen Sammlung (Museum in Kopenhagen, 1902 vom Sammlerpaar Heinrich und Pauline Hirschsprung gestiftet) wird betont, dass es nicht Mads Rasmussens Museums ist. Es ist das Museum der Stadt und der Künstler.

Knud V. Engelhardt, skitse til malerinumre, 1916. Designmuseum Danmark, København.
Knud V. Engelhardt, skitse til malerinumre, 1916. Designmuseum Danmark, København.